Schutzhäuser

pro filia finanziert das Schutzhaus Pashupatinagar an der indischen Grenze zu Darjeeling. 2021 stellte pro filia das Geld für den Aufbau des Schutzhauses Dhanusa zur Verfügung. Und ab Anfang 2022 werden die Kosten für zwei weitere Schutzhäuser an der Grenze zu Indien und zu China übernommen. Es wird gefährdeten Mädchen direkt vor ihrem Grenzübertritt von Grenzbeobachterinnen als Zufluchtsort angeboten. Aber auch aus indischen Bordellen befreite Rückkehrerinnen finden hier Unterstützung - ebenso wie Mädchen und Frauen aus der Umgebung, die vor häuslicher Gewalt fliehen oder nach Vrgewaltigungen Zuflucht suchen.

Seit November 2009 finanziert pro filia zusammen mit MAITI Schutzhäuser für nepalesische Mädchen direkt an der indischen Grenze. MAITI hat bereits an insgesamt zehn Kontrollpunkten zu Indien diese Schutzhäuser installiert und in den vergangenen 14 Jahren damit rund 10 000 Mädchen vor dem Grenzübertritt nach Indien und damit vor einer Versklavung in einem Bordell bewahren können.

Für das Schutzhaus in Bhairahawa war die Finanzierung ausgelaufen, die Schließung drohte. Hier ist im November 2009 pro filia eingestiegen und hat sich verpflichtet, zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen. Als sich weitere Spender für dieses Schutzhaus fanden, reduzierte pro filia hier den eigenen Beitrag und übernahm die vollständige Finanzierung des Schutzhauses in Pashupatinagar an der Grenze zu Darjeeling. In den Schutzhäusern wird mit den potentiellen Opfern eine möglichst eigenständige Lebensperspektive entwickelt. Aber auch Mädchen, die krank und oft gebrochen aus indischen Bordellen befreit wurden, finden hier Aufnahme und Unterstützung.

Die Schutzhäuser werden geschützt und von einem Wächter bewacht, damit die traumatisierten Mädchen sich in dieser äußerst schmerzhaften Lebenssituation sicher fühlen und nach und nach zur Ruhe kommen können. Sie erhalten medizinische und psychologische Hilfen. Und zusammen mit den Mitarbeiterinnen vor Ort werden die nächsten Schritte geplant: Sind die Eltern eventuell bereit, ihre Tochter wieder aufzunehmen? In den meisten Fällen ist das nicht der Fall! Braucht das Mädchen einen Klinikaufenthalt, Schulunterricht, einen Ausbildungsplatz? Möchte es sich mit einem Kleinkredit selbständig machen? Es kommt immer wieder vor, dass Mädchen die Angebote nicht annehmen, das Schutzhaus auf eigene Faust verlassen und sich wieder prostituieren. Aber viele Mädchen ergreifen die Chancen und werden in weiterführende Hilfen vermittelt.

 

Mitarbeiterinnen des Schutzhauses vermitteln die traumatisierten Mädchen bei Bedarf in eine Reha-Einrichtung von MAITI Nepal. Hier werden sie gesund gepflegt, beginnen eine Schul- oder Berufsausbildung oder erhalten einen Mikrokredit, um selbständig ein kleines Unternehmen zu gründen.


Todkranke Mädchen werden in einem Hospiz von MAITI bis zu ihrem Lebensende umsorgt.

helfen hilft.

allen.

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