pro filia

Unsere Kooperationspartner

Nepal:

Für uns war von Anfang an klar, dass wir nur wirksame Unterstützung leisten können, wenn wir eng mit  nepalesischen Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, die die Unterstützungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten in der nepalesischen Gesellschaft kennen, die langjährige Erfahrung haben und anerkannt sind. Aus diesen Gründen haben wir uns für MAITI - übersetzt „Haus der Mutter“ - entschieden. MAITI erfüllt alle diese Kriterien und wurde bereits von der UN für ihre Arbeit ausgezeichnet. 

Neben diesem rehabilitativen Aspekt ist für uns sehr bedeutsam, dass die Grenzbeobachterinnen ausgezeichnete präventive Arbeit leisten. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung haben sie ein Auge für Mädchen entwickelt, die ihnen aufgrund von Gesten, Aussagen, Kleidung und Verhaltensweisen gefährdet erscheinen, mit falschen Versprechungen nach Indien gelockt zu werden, um dort in ein Bordell verkauft zu werden. Dadurch wirken sie mit ihren Informationen und Hilfsangeboten sehr glaubwürdig auf diese Mädchen. Eine Grenzbeobachterin schafft es, im Jahr durchschnittlich 50 Mädchen direkt von der Grenze in ein Schutzhaus zu vermitteln und damit vor der Versklavung zu bewahren.

 

pro filia übernimmt zurzeit die Gehälter von rund 30 Grenzbeobachterinnen und eröffnet damit jährlich rund 1.500 Mädchen und jungen Frauen die Chance auf ein eigenständiges Leben.

 

Sie verdeutlichen auch, dass die Angesprochene hier nicht nur für eine Zeit wohnen und essen kann, sondern ihr auch längerfristige Perspektiven ermöglicht werden wie Schulbesuch und Erlernen eines Berufs. Die Grenzbeobachterinnen werden von den GrenzpolizistInnen unterstützt, die Mädchen an sie vermitteln, die ihnen auffällig erscheinen. pro filia übernimmt Kosten für Ausbildung und Gehälter von Grenzbeobachterinnen und bezahlt auch Schulungen zur Zusammenarbeit von Grenzbeobachterinnen und GrenzpolizistInnen.

Deutschland:

pro filia kooperiert mit dem Soroptimist Club Münster-Mauritz. Der Club unterstützt die pro filia-Projekte in Nepal durch Spenden aus vielfältigen Aktionen.

Seit 2020 arbeiten wir zusätzlich mit der NGO INF (International Nepal Fellowship) zusammen, die in ihrem Krankenhaus in Pokhara Ausbildungen zur Schwesternhelferin für gerettete junge Frauen durchführen.

Der INF hat kurz nach dem 2. Weltkrieg damit begonnen, Leprakrankenhäuser in Nepal aufzubauen. In den nachfolgenden Jahren weiteten sie ihr medizinisches Angebot immer mehr aus. pro filia vereinbarte mit ihnen eine Ausbildung zur Krankenschwesternhelferin für gerettete Mädchen und junge Frauen, die während der Ausbildung in einer betreuten Unterkunft für unsere Zielgruppe von 3angelnepal wohnen. pro filia zahlt die Ausbildungskurse und auch für ein bis zwei der jeweils fünf Teilnehmerinnen eine nachfolgende Anstellung im Krankenhaus für 10 Monate.

Unsere Arbeit

pro filia gibt in Nepal benachteiligten Mädchen die Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

Unterstützt wird pro filia dabei von der nepalesischen Nichtregierungsorganisation MAITI, die mehrere Schutzhäuser an der Grenze zu Indien aufgebaut hat. Zurzeit finanzieren wir 4 Schutzhäuser  -  drei an der Grenze zu Indien, eins an der Grenze zu China  -  ein Rehaheim in Itahari, ein Mutter-Baby-Heim in Kathmandu, Aufklärungskampagnen, Ausbildungen und Arbeitsplatzbeschaffungen.

Unsere Ziele

Ziele von pro filia sind Bildungsförderung und Gesundheitsfürsorge für Mädchen in Ländern, in denen sie nach der Verfassung, der herrschenden Kultur oder der religiösen Rahmenbedingungen physisch, psychisch oder sozial benachteiligt werden.

Zurzeit konzentriert sich pro filia vor allem auf die Unterstützung nepalesischer Mädchen, die in indische Bordelle verkauft wurden oder in Gefahr sind, verkauft und verschleppt zu werden! pro filia ist als gemeinnützig anerkannt. Die gesamte Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. Jeder von Ihnen gespendete Euro kommt zu 100 Prozent bei den benachteiligten Mädchen an. Entstehende Verwaltungs- und Sachkosten werden entweder gesponsert oder von Vorstand und Geschäftsführung getragen.

Mädchen Brücken bauen

Zurzeit konzentriert sich pro filia vor allem auf die Unterstützung nepalesischer Mädchen, die in indische Bordelle verkauft wurden oder in Gefahr sind, verkauft und verschleppt zu werden! Jeder von Ihnen gespendete Euro kommt zu 100 Prozent bei den benachteiligten Mädchen an.

Unsere Projekte

Zurzeit finanzieren wir vier Schutzhäuser an der indischen und chinesischen Grenze, ein Rehaheim in Itahari, ein Mutter-Baby-Heim in Kathmandu, Aufklärungskampagnen, Ausbildungen und Arbeitsplatzbeschaffungen.

pro filia wurde 2008 als eingetragener Verein gegründet und ist seitdem als gemeinnützig anerkannt – das heißt es können Spendenquittungen ausgestellt werden, die das Finanzamt anerkennt.

Geschäftsführerin

Dr. Johanne Feldkamp

Gründungsmitglied und Geschäftsführerin von pro filia e.V., Psychologische Psychotherapeutin und Sozialmanagerin

„In der Vergangenheit habe ich auch in Deutschland immer wieder Benachteiligungen von Mädchen und Frauen erlebt. So war es z.B. bis 1977 möglich, dass ein Ehemann seiner Frau eine Berufstätigkeit untersagen konnte. Bei Reisen durch afrikanische und asiatische Länder verstärkte sich das Gefühl großer Ungerechtigkeit hinsichtlich der Stellung von Frauen. Aus einer Mischung von Zorn und Schmerz heraus entstand mein Wunsch, aktiv dazu beizutragen, Mädchen eigenständige Lebensperspektiven zu eröffnen - vor allem in Ländern wie z.B. Nepal, in denen ihnen noch in vielen Gegenden jede Menschenwürde und manchmal sogar das Lebensrecht genommen wird.“

Vorstand

Mechthild Spener

Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzende von pro filia e.V., Geschäftsführerin der BOTZ GmbH keramische Farben, Münster

„Als meine langjährige Freundin Hanne Feldkamp mich fragte, ob ich bei pro filia mitmachen wolle, war mir schnell klar, das ich ja sagen würde: Zum Einen wollte ich mich nach Aufbau der familiären und beruflichen Basis schon länger auch sozial einbringen. Zum anderen wusste ich, dass Geld und Engagement bei pro filia kaum besser angelegt sein können. Nach wie vor bin ich beeindruckt von der Professionalität und Kompetenz, gepaart mit viel Liebe und persönlichem Einsatz, mit der dieser Verein geführt wird.“

Vorstand

Brigitte Wierling

Gründungs- und Vorstandsmitglied bei pro filia e.V., Sekretärin/Assistentin in einem Münsteraner Industrieunternehmen

„Während einer Reise nach Nepal im Jahr 2005 haben mich die dortigen Lebensverhältnisse besonders beeindruckt. Das Ziel von pro filia, benachteiligten Mädchen und Frauen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben, hat mich zur Mitarbeit motiviert. Zur Schule zu gehen, eine Ausbildung zu machen und somit einen selbstbewussten Lebensweg gehen zu können, ist auch in der heutigen Zeit in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit.“

Vorstand

Bernd Brixius

Gründungs- und Vorstandsmitglied bei pro filia e.V., Familientherapeut und Fortbildungsreferent

„In meinem Alltagsleben und auf meinen Reisen durch einige Teile dieser Welt und auch in Europa sind mir immer wieder Fälle von Nicht-Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen begegnet, die mich bewegt und erzürnt haben. Ich hoffe, dass meine Mitarbeit bei pro filia e.V. einer der ‚Tropfen auf dem heißen Stein’ ist, der Entwicklungen in Gang bringt und zu mehr Gerechtigkeit in der Welt beiträgt.“

Vorstand

Ina Specht

Vorstandsmitglied bei pro filia e.V., Architektin, Master of Arts

„Die Welt ist voller Bilder, Berichte und Geschichten, die über Ungerechtigkeit erzählen. Oft habe ich letztlich allein mit Betroffenheit reagiert, bevor ich mich entschieden habe, aktiv zu werden. Es gibt sehr unterschiedliche Wege mitzuhelfen, kleine und kleinste Dinge zum Positiven zu verändern. Mir ist wichtig, mich in einem kleinen Verein zu engagieren, in dem die Strukturen übersichtlich sind und ich die Wirkung des eigenen Tuns auch miterlebe.“

Vorstand

Jan Sprüngen

Gründungs- und Vorstandsmitglied bei pro filia e.V., Kunsthistoriker und Projektleiter bei Rad Race

„Immer mal wieder kam in mir die Frage auf, ob es denn ausreiche, einfach nur eine gewisse Haltung zu Themen wie Gleichberechtigung und dem Recht auf Selbstbestimmtheit und Chancengleichheit zu haben. Nach etlichen Jahren der Passivität freue ich mich seit der Gründung von pro filia, alle meine Zweifel ausgeräumt und die soziale Trägheit zumindest ein Stück weit überwunden zu haben. pro filia bietet dabei die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Ebenen einzubringen. Ideen und Unterstützung von Aktionen sind genauso gefragt, wie rein finanzielles Engagement.“

Vorstand

Jan Sprünken

Gründungs- und Vorstandsmitglied bei pro filia e.V., Kunsthistoriker und Projektleiter bei Rad Race

„Immer mal wieder kam in mir die Frage auf, ob es denn ausreiche, einfach nur eine gewisse Haltung zu Themen wie Gleichberechtigung und dem Recht auf Selbstbestimmtheit und Chancengleichheit zu haben. Nach etlichen Jahren der Passivität freue ich mich seit der Gründung von pro filia, alle meine Zweifel ausgeräumt und die soziale Trägheit zumindest ein Stück weit überwunden zu haben. pro filia bietet dabei die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Ebenen einzubringen. Ideen und Unterstützung von Aktionen sind genauso gefragt, wie rein finanzielles Engagement.“