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2025

Alle Ergebnisse 2025 der pro filia Projekte in Nepal

Projekt 1: Aufklärungskampagnen

In den Distrikten Sunsari (mit der Stadt Itahari), Kavre (mit Dhulikhel) und Ilam (mit Pashupatinagar) wurde/n

  • jeweils ein Treffen mit den örtlichen MPACs (Municipality Project Advisory Committee – besetzt mit 20-30 wichtigen kommunalen Entscheidungsträgern) durchgeführt, um über laufende Projektaktivitäten zu informieren, sich über die Herausforderungen in der Region auszutauschen und Erkenntnisse für die zukünftige Planung zu sammeln.

  • 137 SchülerInnen an zwei verschiedenen Schulen über Mädchenhandel, Gewalt gegen Frauen und Kinderehen aufgeklärt sowie zusätzlich Hilfsnetzwerke und Schutzmöglichkeiten vorgestellt.
     

  • laufend für die Gefahren des Menschenhandels und geschlechtsspezifischer Gewalt sensibilisiert.
     

  • unterschiedlichste Berufsgruppen (Hotelangestellte, Transportarbeiter, Teepflückerinnen) über das Thema Mädchenhandel informiert.
     

  • Orientierungstreffen mit über 40 PolizeibeamtInnen durchgeführt, um die Koordination zwischen Grenz- und Polizeipersonal zu verbessern.
     

  • öffentlichkeitswirksam der 115. internationale Frauentag, der 33. Jahrestag von MAITI Nepal, der 11. Welttag gegen Menschenhandel, der 19. Nationale Tag gegen Menschenhandel sowie die 16 Tage des Aktivismus gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit insgesamt ca. 1.400 Teilnehmenden begangen.
     

  • ein eintägiges Interdialogprogramm zum Thema Menschenhandel mit 23 Teilnehmerinnen angeboten.
     

  • über einen Informationsschalter im Bezirksverwaltungsamt in Kavre über 3.200 Personen über Menschenhandel und geschlechtsspezifische Gewalt informiert, und 234 Personen wurden in verschiedenen Veranstaltungen zu diesen Themen geschult.

Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Laut MAITI vermittelt jede Grenzbeobachterin pro Jahr im Durchschnitt 50 Mädchen/junge Frauen direkt von den Kontrollpunkten in eine erste Hilfsmaßnahme wie z.B. ein Schutzhaus oder organisiert ihre Rückkehr in ihr Zuhause.

  • 2025 finanzierte pro filia insgesamt 15 Stellen für Grenzbeobachterinnen.
     

  • So konnten mehrere hundert Mädchen direkt an Grenzübergängen aufgehalten und in ein Schutzhaus gebracht werden; weitere wurden zurück an ihre Familien gegeben. Dabei wurden zehntausende von Fahrzeugen kontrolliert – allein in Pashupatinagar über 22.000 und in Kavre 47.500!

Projekt 3: Schutzhäuser

Pro filia finanzierte im Jahr 2025 das Schutzhaus Pashupatinagar und das Schutzhaus Kavre.

  • Das Schutzhaus in Pashupatinagar griff 2025 insgesamt 311 Mädchen und Frauen, die von Menschenhandel bedroht waren, an der Grenze auf. Insgesamt 322 Personen erhielten kurzfristige Unterkunft sowie die notwendige rechtliche und psychosoziale Beratung, während vier weitere Personen für mehr als drei Monate untergebracht wurden.  Alle 326 Betroffenen wurden in ihre Familien zurückgeführt. Drei Mädchen konnten aus Indien gerettet werden.
     

  • Das Schutzhaus in Kavre nahm 16 Mädchen von der Grenze auf. Zudem wurden drei Mädchen/Frauen aus verschiedenen riskanten Situationen gerettet und wieder in die Familie integriert. 12 Vermisstenfälle wurden dem Haus gemeldet. Von diesen wurden sieben Fälle aufgeklärt, was zu einer Reintegration der betroffenen Mädchen/Frauen in Familie und Verwandtschaft führte. Von den 18 Fällen häuslicher Gewalt, die vom Heim gemeldet wurden, sind acht ermittelt und gelöst worden. Vier Vergewaltigungsfälle wurden angezeigt und alle Täter wurden gefunden.

Projekt 4: Das Rehabilitationszentrum Itahari

Das Reha-Zentrum ist ein wichtiger Schutzraum und Ausbildungsort für „unsere“ Mädchen.

  • Im Jahr 2025 konnten mit Hilfe eines rotarischen Grants umfangreiche Renovierungs- und Sicherungsarbeiten durchgeführt werden. Zudem war es mit Hilfe dieser Gelder möglich, Computer anzuschaffen und entsprechende Kurse durchzuführen.
     

  • 2025 erhielten 28 junge Frauen/Mädchen im Reha-Heim eine Ausbildung in unterschiedlichen Berufen (14 Schneiderei, 5 Kosmetik, 6 Computer, 3 Rikscha). 10 der Mädchen lebten während des Jahres im Reha-Heim. 679 Mädchen/Frauen nahmen an einer Orientierungsveranstaltung zu den Themen Menschenhandel, häusliche und sexuelle Gewalt sowie Sicherheit teil. Außerdem wurden dem Reha-Zentrum 16 Vermisstenfälle bekannt, von denen elf aufgeklärt werden konnten.

Projekt 5: Das Mutter-Baby-Heim

  • Das Mutter-Baby-Heim hat im Jahr 2025 sieben jungen Müttern mit ihren Babys und vier Schwangeren Unterkunft und spezialisierte ganzheitliche Betreuung geboten. Auch der inzwischen zweijährige Waisenjunge Shad lebt weiter im Haus, ebenso zwei Kinder, deren Mütter (als ehemals Aufgenommene) arbeiten bzw. in Ausbildung sind. Im Jahr 2025 erhielten insgesamt 15 Müttern psychosoziale Beratung. 22 Teilnehmerinnen nahmen 2025 zudem an einem Schulungsprogramm für Kinderpflege/-betreuung teil.

Projekt 6: Ausbildungsangebote

Computer

  • 20 Mädchen/Frauen haben 2025 im Rahmen eines einkommensschaffenden Ausbildungsprogramms eine Computerschulung in Pashupatinagar erhalten; sechs Mädchen, die in Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung identifiziert wurden und alle aus wirtschaftlich benachteiligten und sozial verletzlichen Hintergrundschichten stammen, erhielten in Itahari grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit haben seit 2013 insgesamt 275 junge Frauen an den Trainings teilgenommen!

Schneidern

  • Das Rehabilitationszentrum Itahari bot 2025 sieben Frauen eine grundlegende Nähausbildung und sieben Frauen eine fortgeschrittene Ausbildung zur Schneiderin an.

Gesundheitsbereich

  • Bei der Schwesternhelferinnenausbildung erhalten die jungen Frauen eine dreimonatige Theorieschulung, anschließend eine neunmonatige praktische Ausbildung im Green Pasture Krankenhaus in Pokhara. Sie werden während ihrer Ausbildungszeit von SupervisorInnen betreut, die im Home Care Training Course ausgebildet wurden, und von der Pflegedienstleiterin des Krankenhauses (der Projektleiterin) angeleitet.

Kosmetik/Frisieren

  • 2025 erhielten im Rehabilitationszentrum Itahari wieder fünf junge Frauen eine Ausbildung zur Friseurin und Kosmetikerin.

e-Rikscha

  • Weitere drei junge Frauen wurden zur e-Rikschafahrerin ausgebildet.

Landwirtschaft

  • Im November 2025 fand in Ilam eine viertägige Schulung zum Thema Geflügelzucht statt, an der 15 Landwirtinnen teilnahmen. Neun Frauen mit landwirtschaftlichem Hintergrund aus dem Bezirk Kavre wurden in der Obstbaumzucht geschult.

Seit 2019 finanziert pro filia Plätze im Mutter-Bay-Heim in Kathmandu.

Projekt 7: Arbeitsplatzbeschaffung

Ergebnisse 2025:

Schneidern

  • An fünf Frauen konnten Nähmaschinen übergeben werden, um mit selbständiger Arbeit eigenes Geld zu verdienen.

e-Rikscha

  • pro filia hat 2020-2025 insgesamt 18 junge Frauen zur e-Rikscha-Fahrerin ausbilden lassen. Damit sie beruflich tätig werden und eigenes Geld verdienen können, überweisen wir das Geld für 75 % der Anschaffungskosten ihrer Rikschas. Die restlichen 25 % finanzierten die Frauen über einen Bankkredit, den sie von ihren Einnahmen abzahlen. Die Jungunternehmerinnen erhielten zusätzlich einen zweiten Akkusatz, um die mögliche Arbeitszeit verlängern zu können.

Gesundheitsbereich

  • Im Anschluss an das Ausbildungsprogramm stehen den Absolventinnen verschiedene Wege in ein selbstbestimmtes und unabhängiges Berufsleben offen: etwa ein Ausbildungsplatz zur Krankenschwester im Green Pasture Hospital oder in anderen Krankenhäusern oder weiterführende Ausbildungen in medizinischen Berufen.

Mädchen Brücken bauen

Zurzeit konzentriert sich pro filia vor allem auf die Unterstützung nepalesischer Mädchen, die in indische Bordelle verkauft wurden oder in Gefahr sind, verkauft und verschleppt zu werden! Jeder von Ihnen gespendete Euro kommt zu 100 Prozent bei den benachteiligten Mädchen an.

Unsere Projekte

Zurzeit finanzieren wir ein Schutzhaus in Pashupatinagar, ein Rehaheim in Itahari, ein Mutter-Baby-Heim in Kathmandu, Aufklärungskampagnen, Ausbildungen und Arbeitsplatzbeschaffungen.

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